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23. Züri Oberland Cup

25./26.05.2018

Eine kleine Türkin mit grosser Leistung

Der 23. Züri Oberland Cup vom 26./27. Mai 2018 war geprägt von vielen guten Zürcher Leistungen. Übertrumpft wurden sie nur von den Darbietungen der jungen Türkin Derin Tanriyasukur, welche gerade zwei Abteilungen für sich entscheiden konnte. Ein Novum in der Geschichte des Wettkampfs.

Die Enttäuschung am Freitagabend war gross als feststand, dass die Ustermer Spitzenturnerin Aisha Demuth (Satus Uster/RLZ) aufgrund einer Fussverletzung nicht starten konnte. Demuths Ausfall wurde aber mit dem fulminanten Auftritt der türkischen Turnerin Derin Tanriyasukur kompensiert. Die 11-jährige Türkin begeisterte am Samstagmorgen das Publikum in der Abteilung Open, turnte Derin Tanriyasukur äusserst schwierig und zeigte am Boden einen Doppelsalto sowie eine Schraube mit 2.5 Drehungen. Sie gewann die Abteilung mit über 2 Punkten Vorsprung. Tanriyasukur, welche mit ihrer Trainerin und den Eltern anreiste, trainiert 6-mal wöchentlich bis zu vier Stunden und gilt als grosse türkische Nachwuchshoffnung. Finanziert wird ihre Karriere vom Vater, der mit seiner Tochter an internationale Wettkämpfe reist, um so den Vergleich mit anderen Turnerinnen zu suchen. Vor diesem Hintergrund entschied die Wettkampfleitung kurzerhand, dass die junge Tanriyasukur am Samstagabend in der Abteilung International nochmals starten durfte. Dort konnte sie sich mit Turnerinnen messen, welche auf ähnlichem Niveau turnten wie sie. Gefordert wurde sie in der Abteilung International vor allem von Céline Sidler (Küssnacht), welche in der laufenden Saison die Qualifikation für die Schweizermeisterschaften in der Abteilung P6 gewonnen hat, und somit als beste Schweizer Amateur-Turnerin bezeichnet werden kann. Die zierliche Tanriyasukur liess sich jedoch nicht beeindrucken, turnte ihre Übungen in einer bemerkenswerten Sicherheit, zeigte auf dem Balken nicht den kleinsten Wackler und brachte den Doppelsalto am Boden im Gegensatz zur Morgenvorstellung in den sicheren Stand. Die Türkin avancierte schnell zum Publikumsliebling, welches ihre Übungen gebannt verfolgte und frenetisch beklatschte. Tanriyasukur erzielte bis auf den Sprung an allen Geräten die höchste Note und gewann auch die Abteilung International mit grossem Vorsprung vor Sidler. Die Jamina Brenner Ustermerin Jamina Brenner (Satus Uster) konnte vom Schwierigkeitsgrad her nicht mit den Besten mithalten, dank ihrer eleganten und feurigen Art vermochte die Ustermerin aber dennoch zu überzeugen und wurde in dem hoch dotierten Feld gute 9. Brenner, welche sich für die Schweizermeisterschaften in der Abteilung P6 qualifizieren konnte, startete mit einem Sturz am Pferdsprung zwar äusserst ungünstig in den Wettkampf, konnte sich aber fangen und zeigte danach saubere Übungen mit einer sehr ausdrucksstark vorgetragenen Bodenkür zum Abschluss.

Masha Demiri gewann den Wettkampf in der Abteilung P4A. Demiri trainierte bis vor kurzem im Leistungszentrum Rüti, turnt nun aber wieder für den Verein. Nach einem misslungen Wettkampf an den Zürcher Kantonalmeisterschaften zeigte Demiri in Uster eine gute Leistung und gewann die Abteilung verdient und mit grossem Vorsprung. Den besten Wettkampf der Saison zeigte die heimische Deborah Schmid (Satus Uster). Ihr gelangen vier tolle Übungen, sie war mit ihrer Leistung zu Recht hoch zufrieden und klassierte sich auf dem guten 8. Rang, unmittelbar vor Linda Weber (Satus Uster).

Gespannt war man in der Abteilung P3 auf das Abschneiden der amtierenden Zürcher Kantonalmeisterin Lou-Anne Citherlet (Kutu Neerach, RLZ ) sowie der Oerlikerin Chiara Betschart (Kutu Oerlikon), welche als eineChiara Betschart der wenigen Turnerinnen im P3 in keinem Leistungszentrum trainiert. Die beiden lieferten sich bereits die ganze Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen, meistens nahe beieinander, immer in den vorderen Rängen. Am Sonntag war es eine klare Angelegenheit zugunsten von Betschart. Sie turnte einen nahezu perfekten Wettkampf und erzielte an jedem Gerät die beste Note, am Stufenbarren gar eine 15.05. Citherlet zeigte einige Unsicherheiten und stürzte am Sprung beim gehockten Tsukahara, welchen sie zum ersten Mal an einem Wettkampf turnte. Aus Ustermer Sicht ein Höhepunkt und zugleich der Wettkampfschluss war die Bodenübung von Eve Brägger (Satus Uster), welche zum ersten Mal einen gestreckten Salto mit halber Drehung zeigte und mit der guten Note 11.60 bewertet wurde.

Wenig erstaunlich wurde die Abteilung P2 von einer Raffin-Schwester gewonnen, dieses Mal war es Samira (beide Kutu Oerlikon, RLZ). Lange sah es so aus, als ob die Ustermerin Kim Bernhardsgrütter (Satus Uster, RLZ) vor Heimpublikum gewinnen könnte. Nachdem sowohl Kiara als auch Samira Raffin bei der Pirouette am Balken das Gerät verlassen mussten, Bernhardsgrütter im Gegensatz eine fehlerfreie Übung mit einem Salto Abgang in den sicheren Stand zeigte, schien das Rennen gelaufen. Samira Raffin konnte das Blatt mit einer grossartigen Bodenübung, die mit viel Tempo und sehr ausdrucksstark vorgetragen wurde, am letzten Gerät jedoch noch wenden. Erfreulich lief der Wettkampf für die Ustermer Vereinsturnerin Zaina Grandjean (Satus Uster). Grandjean, die sich für die Schweizermeisterschaften im P2 qualifiziert hat, vergab eine noch bessere Platzierung mit einem Sturz vom Schwebebalken. Kea Walser

Neben den Raffin-Zwillingen können auch die Betschart-Schwestern auf ein sehr erfolgreiches Wochenende zurückblicken. So gewann die jüngere Schwester von Chiara, Laura Betschart (Kutu Oerlikon), die Abteilung P 1 vor Gina Altorfer (Turnsport Rüti, RLZ). Die Lokalmatadorin Kea Walser (Satus Uster, RLZ) zeigte einen guten Wettkampf, wurde Dritte und verpasste den Sieg mit einer nicht ganz sauberen Bodenübung. Gemma Tarantino (Satus Uster) konnte sich in dem grossen Feld auf dem 25. Rang qualifizieren, dicht gefolgt von Gemma Tarantino (Satus Uster).

Bei den kleinsten Mädchen in der Kategorie EP standen fast 150 Mädchen im Einsatz. Die jüngsten Turnerinnen sind 6 Jahre alt, zeigen aber schon erstaunlich reife Leistungen, die mit viel Eifer und Ehrgeiz vorgetragen werden. Gewonnen wurde die Abteilung von Nicole Ellemeier (Kutu Oerlikon). Giulia Zünd (Satus Uster) erreichte den guten 12. Rang, zeigte die besten Bodenübung im Feld (Note 14.90), vergab eine bessere Platzierung aber am Sprung.

Kim Bernhardsgrütter
Die Siegerinnen des 23. Züri Oberland Cup‘s im Überblick:

EP: Nicole Ellemeier (Kutu Oerlikon)
P1: Laura Betschart (Kutu Oerlikon)
P2: Samira Raffin (Kutu Oerlikon)
P3: Chiara Betschart (Kutu Oerlikon)
P4A: Masha Demiri (Turnsport Rüti)
2-Kampf: Hannah Kress (Dachau)
Open: Derin Tanriyasukur (Istanbul)
International: Derin Tanriyasukur (Istanbul

Bericht: Pam Brägger

Publiziert am 30. Mai 2018

 

Zürcher Kunsturnerinnentage 2018 Bülach

12./13.05.2018

Die Ustermerinnen haben an den Zürcher Kunstturnerinnentagen 2018 in Bülach super geturnt. Vier der Mädchen vom P1 erhielten eine Auszeichnung. Der beste Rang erzielte Kea Walser. Mit 54,7 Punkten wurde sie neunte von insgesamt 127 Turnerinnen. Aber auch für Gemma Tarantino (Rang 49), Giulia Ritchie (Rang 53) und Giulia Quattrone (Rang 57) reichte es für eine Medaille.

Ebenfalls erfolgreich turnten am Sonntag die EP-Mädchen von Satus Uster. Speziell zu erwähnen ist Giulia Zünd, welche mit 58,05 Punkten den Platz 1 belegt.

Der beste Platz in der Kategorie P2 erreichte Kim Bernhardsgrütter (Rang 6), Kategorie P3 Leandra Bär (Rang 27), Kategorie Open Thyra Mauchle (Rang 4), Kategorie P4 Amateur Natascha Kammermann (Rang 21), Kategorie P5 Aisha Demuth (Rang 9), Kategorie P6 Jamina Brenner (Rang 12).

Herzliche Gratulation!

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EP und P1

Bericht: Natalie Tarantino

Publiziert am 16. Mai 2018 Nadine Brunner

KUTU Tage beider Basel 2018

21./22.04.2018

Am 21. und 22. April fanden die 35. Kunstturnerinnen-Tage beider Basel in der schönen Wettkampfhalle Burggarten in Bottmingen statt.
Unsere drei antretenden P2-Turnerinnen kamen in den Genuss eines Vereinswettkampfes in kleinerem Rahmen mit nur einer Abteilung.
In der ruhigen Morgenatmosphäre sorgten dann aber unsere Turnerinnen für Spannung und Nervenkitzel!
Einige Überraschungsmomente, Hochs und Tiefs begleiteten den Wettkampf, neue Elemente gelangen plötzlich, einfachere dafür nicht mehr...
Zaïna Grandjean (2. Jahr P2) turnte ihren besten Wettkampf dieser Saison, sie kam an allen vier Geräten sturzfrei durch und wurde nach Bronze am Schwanen Cup nun auch noch mit der Goldmedaille belohnt!
Auch die beiden Turnerinnen im ersten Jahr P2, Melina und Jayne, zeigten ihre Bestleistungen der Saison und trugen dementsprechend ihre bisherige Geamtbestnote nach Hause.
Nach einer bisher sehr guten Saison, wurde Giulia Quattrone mit einer wiederholt überzeugender Leistung mit der Bronzemedaille belohnt und erreichte zum ersten mal in ihrer noch jungen Karriere einen Podiumplatz. Alle P1-Turnerinnen erreichten ein sehr gutes Team-Ergebnis und sind für die nächsten Wettkämpfe gewappnet und sehr motiviert.
Im Programm P4 Amateur durfte auch Deborah Schmid in Bottmingen aufgrund ihrer tollen Leistung die Bronzemedaille entgegennehmen!

Herzliche Gratulation zu diesen Leistungen!"

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P2: Zaina Rang 1

P1: Giulia Rang 3

P4 Amateur: Deborah Rang 3

Bericht: Angela Grandjean

Fotos: Angela Grandjean, Judith Frey, Fam. Quattrone

Publiziert am 28. April 2018 Nadine Brunner

FIG Wettkampf in Dubai 2018

05./07.04.2018

Nach einem frischen Oster Wochenende freue ich mich sehr auf die warme Ankunft in Dubai. Die Dienstagsonne scheint, trotzdem ist es um 6:00 Uhr in der Früh schon sehr warm. Wir beziehen unser Hotel Zimmer und machen noch ein Nickerchen vor dem Frühstück. Danach freuen wir uns Conny und Sarina beim Frühstück zu treffen und planen die Woche zusammen. Ich bin auf die Halle und Geräte sehr gespannt. Geplant ist ein kurzes Training um wach zu werden. Die Halle ist zum Glück gekühlt. Die Geräte gefallen mir sehr und ich entscheide mich, überall meine Übungen zu turnen. Für das Mittagessen finden wir Platz in einem Jungle Restaurant. Von dort aus haben wir eine super Sicht auf das riesen Aquarium bei der Dubai Mall. Alles ist so riesig hier. Am Mittwoch kann ich erholt zum Podiumstraining. Die Halle wurde seit dem gestrigen Training etwas umgestellt, aber zum Glück sind die Geräte immer noch die gleichen! Das Podium Training lief gemütlich. Wir waren nur zu zweit in der Gruppe und hatten dafür viel Zeit an den Geräten. Sarina und Conny begleiteten mich durch das Training. Sie gaben mir gute Tipps, auf was die Kampfrichterinnen achten. Somit konnte ich meine Übungen noch optimieren. Nach dem Podium Training gab es für die Schweizer Delegation ein feines Sushi Mittagsmenu und einen Shopping Nachmittag in der Dubai Mall. Am Donnerstag fand der Wettkampf von der Bronze Kategorie statt. Conny und Sarina mussten die ganze Zeit die Turnerinnen bewerten. Ich jedoch, da ich erst am Nachmittag wieder Training hatte, konnte zum Gold und Gewürz Souk gehen. Nach dem kurzen Training am Nachmittag fühlte ich langsam, wie der Wettkampfstress steigt.

Endlich war es Freitag. Wir liefen in die Halle und bemerkten die vielen Zuschauer und Turnerinnen. Nach dem körperlichen Einturnen ging es an die Geräte. Wir waren 14 Turnerinnen in der Gruppe und hatten nur 15 Minuten Einturnzeit pro Gerät. Wie soll das bloss funktionieren?  In diesem Moment merkte ich wie sehr ich meine Turnkollegin aus der Schweiz vermisse. Ich freute mich so sehr auf den Wettkampf und gleichzeitig wollte ich aus der Halle raus und alles abbrechen.
Der Stress baute sich etwas ab nach dem Balken einturnen und ich konnte das Turnen bei den nächsten Geräten wieder geniessen. Das Wettkampfsystem war etwas anders als in der Schweiz. Ich musste mich sehr darauf konzentrieren, dass ich meine Einsätze nicht verpasste. Ich startete am Barren. Conny war als Kampfrichterin an diesem Gerät im Einsatz und es war schön ein bekanntes Gesicht zu sehen.  Meine Übung lief gut und ich konnte das erste Mal im Wettkampf meinen neuen Abgang, gestreckter Salto mit ganzer Schraube, zeigen. Nach diesem gelungenen Start war ich beruhigt und freute mich auf die anderen Geräte. Am Balken fühlte ich mich am Start etwas unsicher. Ich konnte mich aber gut fangen, und beendete die Übung mit einem gestreckten Salto zum Stand. Sarina und die Kampfrichterinnen gaben mir die höchste Note vom Tag an diesem Gerät. Am Boden und am Sprung konnte ich es nur noch geniessen. Als einzige Turnerin von meiner Kategorie konnte ich den Wettkampf ohne Sturz beenden. Vor der Rangverkündigung gab es noch eine Akrobatik Vorführung. Alle waren gespannt auf die Resultate. Es gab viele Kategorien, die vor uns aufgerufen wurden. Wir wurden ziemlich lange auf die Folter gespannt. Endlich kamen die Resultate der Kategorie Gold Juniorin. Zuerst kamen die Resultate von den Geräten und ich konnte drei Mal auf dem Podest stehen. Bronze am Sprung, Silber am Barren und Gold am Balken. Dank diesen guten Resultaten an den Geräten konnte ich die Gesamtwertung gewinnen. Ich stand ganz oben und durfte den Pokal entgegennehmen. Ich war mega Happy.

Jetzt freute ich mich riesig auf das Bankett in der Wüste, mit 4x4 Safari, Kamelreiten, und feinem Essen. Wir wurden in einem grossen 4x4 beim Hotel abgeholt und fuhren 40 Minuten lang Richtung Wüste. Als wir ankamen, nahmen sie die Luft aus den Pneus und wir fuhren auf den Sand Dünnen. Wow! Das war so cool. Es schüttelte uns heftig durch, andere Autos blieben sogar im Sand stecken. Der Chauffeur war super. Der Sand flog uns nur so um die Ohren. Wir konnten mehrmals anhalten um die Aussicht zu geniessen und den Sonnenuntergang hinter den Dünnen zu beobachten. Danach kamen wir in ein Camp. Dort konnte ich 5 Minuten auf einem Kamel reiten, danach ein Henna Tattoo machen und ein feines Nachtessen mit allen geniessen. Es war ein unglaubliches Erlebnis. Das werde ich nie vergessen. Müde kamen wir wieder Spät zum Hotel. Der Samstag war unser letzter ganzer Tag in Dubai und wir entschieden uns, diesen am Strand zu verbringen. Sarina, Conny, meine Mama und ich hatten einen coolen Tag zusammen. Bevor wir zum Flughafen gingen am Sonntag, hatten wir ein Kamel Trecking in der Wüste organisiert. Mein Wunsch war es so lange wie möglich auf dem Kamel zu reiten. Wir konnten über eine Stunden Kamel reiten, und eine Pause bei einer Oase in der Würste geniessen. Und nochmals Wow! Es war Supertoll. Gerne wurde ich nächstes Jahr nochmals auf diese FIG International Wettkampf nach Dubai gehen.

Shana Leopold

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Bericht: Shana Leopold

Fotos: Arielle Salomon

Publiziert am 18. April 2018 Nadine Brunner

22. Züri Oberland Cup

01./02.07.2017

Starke Satus Turnerinnen am Züri Oberland Cup

Am Wochenende vom 1./2. Juli 2017 fand in der Sporthalle Buchholz in Uster der 22. Züri Oberland Cups statt. Die Oberländer Turnerinnen vermochten vor allem bei den Jüngeren zu überzeugen.

Ein Höhepunkt am Samstag war der spezielle 2-Kampf, bei welchem die Teilnehmerinnen 2, 3 oder 4 Geräte nach Wahl turnen, wobei die 2 besten Noten für die Bewertung zählen. Mit Sarina Gerber (BTV Bern) und Jennifer Senn (Kutu Stein Fricktal) standen zwei ehemalige Nationalkader-Turnerinnen am Start, welche Übungen mit hohem Schwierigkeitsgrad turnten. Senn zeigte am Barren ein Flieger-Element, welches ihr im Einturnen noch gelang, sie im Wettkampf jedoch neben den Holmen griff und so einen Punkteverlust in Kauf nehmen musste. Konstant und ebenfalls auf hohem Niveau turnte Seraina Fröhlich (Kutu Bülach), welche sich amtierende Kantonalturnfest-Siegerin im P6 nennen darf, und am Samstag den guten 3. Platz belegte.

In der Abteilung P6/International stand die Ustermerin Alina Mächler (Kutu Satus Uster) zum letzten Mal an einem Wettkampf im Kunstturnen am Start, wird dem Verein aber glücklicherweise als Trainerin erhalten bleiben. Sie beendete ihre Turnlaufbahn auf dem 6. Platz und war noch einen Platz besser klassiert als die zierliche Chiara Castellucci aus Dudelange. Castellucci's Ziel ist es, nächstes Jahr an der Juniorinnen-Europameisterschaften für Luxemburg teilzunehmen. Sie zeigte am Boden einen schön geturnten Doppelsalto, musste am Barren aber gleich mehrere Patzer hinnehmen und vergab an diesem Gerät eine bessere Rangierung. Gewonnen wurde die Abteilung von Fiona Keller (Turnfabrik Frauenfeld). Die starke Mannschaft der Turnfabrik Frauenfeld dominierte auch die Abteilung P4A. Die sehr elegant turnende Alina Knöpfel gewann hier vor Elena Mattioli (beide Turnfabrik Frauenfeld). Dritte wurde die kleine Engländerin Olivia Young (Dundee), welche von den mitgereisten Teamkolleginnen und Fans lautstark unterstützt und angefeuert wurde. Erfreuliche 14. wurde Jamina Brenner (Satus Uster), welche eine bessere Platzierung am Barren vergab. Nachdem Brenner der Handstand misslang, musste sie vom Gerät und fing sich bei der Wiederaufnahme der Übung eine Blatter an der Hand ein, welche sie behinderte. Eine Platzierung unter den ersten 10 wäre für Brenner ohne diesen Patzer durchaus möglich gewesen.

Jamina Brenner P4 Amateur (Foto: Roger Renner)

Leandra Bär P2 (Foto:Piero Pasini)

Die Abteilungen P2 und P3 standen voll und ganz im Zeichen der Zürcher Turnerinnen. Im P3 gewann Chiara Betschart vor Larissa Meierhans und Reina Nakamura (alle Kutu Oerlikon). Betschart siegte trotz eines Sturzes am Schwebebalken, wobei auch die anderen Turnerinnen nicht fehlerlos blieben. Mit einer nahezu perfekten Barrenübung, welche die Kampfrichter mit 14.350 Punkten bewerteten, war sie der Konkurrenz an diesem Gerät weit überlegen und siegte am Schluss mit über 5 Punkten Vorsprung. Im P2 durfte sich die Lokalmatadorin Leandra Bär die Goldmedaille umhängen lassen und verwies ihre Vereinskollegin Lia Sierra (beide Satus Uster) auf den zweiten Platz. Bär holte den Sieg mit einer perfekten Barrenübung, sie war die einzige Turnerin im Feld, welche alle vorgeschriebenen Elemente zeigte bzw. von den Kampfrichterinnen angerechnet wurden. Bär, die früher wie Sierra im Leistungszentrum in Rüti (RLZ Rüti) trainierte, kehrte letztes Jahr zum Verein zurück und scheint die Freude am Turnen wieder gewonnen zu haben. Sie strahlte nach dem Wettkampf über das ganze Gesicht und war vor allem mit ihrer Barrenübung vollends zufrieden. Zaina Grandjean (Satus Uster), welche ebenfalls im RLZ Rüti trainiert, wurde gute 6., sie zeigte eine schöne Bodenübung und erhielt dieselbe Note (13.350) wie die spätere Siegerin Bär. Nicht wunschgemäss verlief der Wettkampf für Salma Demuth (Satus Uster). Die lange, verletzungsbedingte Abwesenheit hinterliess ihre Spuren. Demuth war aber froh, endlich wieder turnen zu können.

2013_smj_aisha2Lia Sierra P2 (Foto: Roger Renner)

Ein gewohntes Bild bot sich in der Abteilung P1. Wie bereits an den diesjährigen Schweizermeisterschaften und am Kantonalturnfest stand hier Laura Horat aus Altorf zuoberst auf dem Podest. Horat, welche im RLZ Rüti trainiert, war diese Saison fast nicht zu schlagen, sie zeigte sich äusserst wettkampfstark und brillierte mit perfekt vorgetragenen Übungen. Auf den Fersen waren ihr stets die beiden Raffin-Schwestern Kiara und Samira (Kutu Oerlikon). Die Zwillinge sind für ihr Alter bereits ausserordentlich Ausdrucksstark. Samira, welche den Wettkampf hinter ihrer Schwester auf dem 3. Platz beendete, patzerte am Boden beim Endo-Handstand, liess aber ihr grosses Talent durchblicken. Ebenfalls stark war das 2. Zwillings-Duo, welches im RLZ Rüti trainiert, die Le Mentec-Schwestern (Satus Uster). Adele Le Mentec verpasste das Podest um lediglich 0.05 Punkte, Maya Le Mentec wurde 8. und zeigte eine hervorragende Bodenübung. Kim Bernhardsgrütter (ebenfalls Satus Uster) schloss den Wettkampf auf dem 5. Platz ab, sie vergab einen Podestplatz am Balken, zeigte dafür am Barren eine ausgezeichnete Übung, welche alle geforderten Schwierigkeiten beinhaltete und erzielte die hohe Note 14.80. Auch bei den Kleinsten im EP standen mit Anouk Portmann (TV Wädenswil), Chiara Brunnschweiler (Kutu Oerlikon) und Giulia Zünd (Satus Uster) drei Zürcherinnen auf dem Podest.

2013_smj_aisha2Kim Bernhardsgrütter P1 (Foto: Roger Renner)

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums von Satus Uster studierte Patricia Fischer mit den grösseren Mädchen des Vereins einen Tanz ein, der beim Publikum grossen Anklang fand und zeigte, dass die Turnerinnen nicht nur Salti drehen können sondern dank ihrer antrainierten schönen Körperhaltung auch richtig gut tanzen können.

Die Ranglisten sind aufgeschaltet.

Wir gratulieren allen Satus Meisterinnen2017:

EP: Chiara Brunnschweizer (Kutu Oerlikon)
P1: Kiara Raffin (Kutu Oerlikon)
P2: Leandra Bär (Satus Uster)
P3: Chiara Betschart (Kutu Oerlikon)
P4A: Jamina Brenner (Satus Uster
Open: Sina Renner (Satus Uster)
P6: Alina Mächler (Satus Uster

Bericht: Pam Brägger

Publiziert am 04. Juni 2017 Nadine Brunner

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